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Kranken! Ueberdies kommt er wol jedenfalls noch heute Abend, obgleich ich lieber wollte, er käme nicht.
Weshalb?
Ich meinte, es wäre angenehmer, wenn wir den erſten Abend ungeſtört blieben. Du weißt, das war mit ein Grund, weshalb wir nicht den Schnellzug wählten.
Aber, wie Du Dich erinnerſt, gegen meinen Willen; und ich glaube; ich habe Recht gehabt; ich glaube, es wäre hüb⸗ ſcher geweſen, wenn Deine Freunde und die Herren uns em⸗ pfangen hätten.
Ich habe keinen Freund außer Bertram; und was die Herren betrifft, die können auch morgen noch ihren ergebenſten Diener machen.
Das iſt es nicht, Lebrecht; es iſt nur—
Daß Du Dich in dem alten, öden Hauſe, mit mir allein, vereinſamt fühlſt.
Aennchen errötete bis in die Schläfen: Schäme Dich, Leb⸗ recht!
Und es iſt doch wahr, Aennchen!
Und ich ſage noch einmal: ſchäme Dich!
Es war ein förmlicher Wortwechſel geworden— ein rich⸗ tiger Zank, in den Ohren wenigſtens von Frau Uelzen; und wenn dieſe Ohren nicht richtig hörten, ſo war es ſicherlich nicht Frau Uelzen's Schuld, die bereits ſeit einigen Minuten in ſo unbequemer Stellung vor der Thür ſtand, daß ihr das Kreuz anfing weh zu thun.
Und deshalb, und auch weil der Zank beendet zu ſein ſchien und es nichts mehr zu horchen gab, richtete ſie ihre kleine dicke Figur wieder auf und klopfte.
Es war der Herr, der ſofort öffnete, und ſo gewaltſam, daß Frau Uelzen einen tüchtigen Stoß bekam und ſich den El⸗


