Verzeihe! ſagte er, es ſollte kein Vorwurf ſein; es fuhr mir ſo heraus— ich weiß nicht, was es iſt— ich glaube, ich bin ſelber abgeſpannt— nervös.
Wir wollen ein wenig ruhen, ſagte Aennchen; laß mich hier in dem Stuhl— es ſitzt ſich ganz prächtig— und leg' Du Dich da auf die Chaiſe longue; hernach wollen wir ein glänzendes Souper einnehmen; nach all' den Feuern zu ur⸗ theilen, die Frau Uelzen in der Küche angemacht hat, muß es glänzend ausfallen.
Ich fürchte nur, es wird noch etwas damit währen, ſagte Lebrecht; Du weißt, daß ſie uns zwei Stunden ſpäter erwar⸗ tet hat.
Auch hab' ich's gar nicht ſo eilig, im Gegentheil; erwiderte Aennchen, ich bin wirklich zu zerſchlagen, um jetzt eſſen zu kön⸗ nen. Ich will mir vorher eine Taſſe Kaffee ausbitten; das wird mich ſchneller darüber wegbringen; es duftete im ganzen Hauſe nach friſchgebranntem Kaffee; ich glaube, ich rieche es bis hierher.
Lebrecht, der ſich eben auf das Sopha ausgeſtreckt hatte, ſprang mit einem Satze in die Höhe.
Mein Gott, was haſt Du, Lebrecht?
Ich? nichts! ich wollte nur gehen und es der Uelzen ſagen.
Die junge Frau hatte ſich ebenfalls ſchnell erhoben. Mein Gott, rief ſie noch einmal, wie blaß Du biſt! Dir iſt gewiß nicht wohl! ſag' es mir!
Sie legte ihm die Hand auf die Stirn, die Stirn war heiß und feucht; er ſchob die Hand, faſt unwillig, zurück.
Du biſt wahrlich krank, Lebrecht! Sollen wir nicht zu Dei⸗ nem Freunde ſchicken.
Das fehlte noch gerade, rief Lebrecht mit einem gezwun⸗ genen Lachen;— der macht kurzen Prozeß mit eingebildeten


