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anſchauen, ſo müſſen Sie ſehen, daß ihre Augen, ihre Lippen, ihre Stirne, ihr ganzes Weſen zu ſagen ſcheinen: „Nicht wahr, mein Gott, er liebt mich?“
„Ich wünſche, es möchte ſich alles dies nicht noch einmal in Thränen und Verzweiflung verkehren. Und warum das? Wegen eines ungeſchickten oder mißver⸗ ſtandenen Wortes, denn er will nicht ſagen, was er ge⸗ ſchrieben hat.“
Herr Simon ergriff die Hand ſeiner Frau und ſprach:
„Stille, Du ſiehſt, der Doktor geräth in Unruhe über Deinen Zuſtand. Da Du es durchaus wiſſen willſt, ſo, magſt Du erfahren, was ich Silveſtre geſchrieben habe, es iſt weder lang, noch beredt, aber perempto⸗ riſch. Mein Billet enthielt folgende Worte:„Kommen Sie, Unglücklicher, kommen Sie!“
„Und dann?“ fragte Madame Simon, mit er⸗ ſtaunter Miene. 3
„Und dann?“
„Wie,“ verſetzte Madame Simon,„ſonſt nichts?“
„Nichts ſonſt, von meiner Hand,“ erwiederte Herr Simon;„nur habe ich unter den Umſchlag meines Briefes den Brief von Sabine eingeſchoben, den der Marquis mir zurückzuſchicken beſorgt war, und D.. übergab ich das Schreiben von Herrn von Belleſtar, um es Silveſtre zu zeigen. Wenn er nach allem dem nicht kummt, ſo iſt er entweder verloren gegangen oder todt.“
Das letzte Wort, obgleich mit leiſer Stimme aus⸗ geſprochen, gelangte doch zu Sabinens Ohr; ſie zitterte und betrachtete ängſtlich die kleine Gruppe, denn ſie begriff, daß man nothwendig von ihm geſprochen hatte.
Madame Simon bemerkte dieſe Bewegung, und wollte zu ihrer Mündel gehen, aber der Doktot hielt ſie zurück und ſagte ganz leiſe:.
„Keine Kindereien, nichts regt die Menſchen mehr auf, als wenn man ſie beruhigen will. Nur etwas iſt bei dieſer ganzen Sache ſchlecht gemacht. Da der große


