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Von Tag zu Tag : Gegenstück zu den "Pariser Mysterien" von Eugen Sue : vier Theile / von Frederic Soulié ; nach dem Französischen von August Zoller
Entstehung
[Giessen] [2025]
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bange vor dem Kampf, der ihn erwartete, und nachdem er ſich einen Augenblick unter dieſer Marter zerarbeitet hatte, erhob er ſich und rief: 8

„Nein nein. es iſt unmöglich.. ſchweigen Sie haben Sie Mitleid mit mir... nein. nein... Sie lieben mich nicht... es iſt nicht wahr.. und dann... Sie wiſſen nicht...“

Er ſuchte Gründe, um ſie zurückzuſtoßen, und warf ihr durch einander Alles zu, was ſich ſeinem Geiſte darbot:

„Nein, was wird man ſagen?.. Herr von Prosny und Fräulein Durand. das wäre furchtbar. man würde Sie verleumden.. man würde mich beſchuldigen

das wäre ein Unglück.. ein nicht wieder gut zu machendes Unglück...

Er fing an zu weinen... und rief dann:

„Sabine, ich bin geboren, um zu leiden.. ich ſeyen Sie glücklich, und wenn Sie mein Leben verlan⸗ gen.. nehmen Sie es aber

Sabine hatte verwirrt die Augen niedergeſchlagen; Todesbläſſe überzog ihre kurz zuvor noch ſo belebten Geſichtszüge. ſie kämpfte einen furchtbaren Schmerz nieder. Silveſtre gewahrte es, ſiel ihr zu Füßen und ſprach: „Aber, mein Gott! was iſt Ihnen denn?. Ich habe Sie beleidigt, ich habe Ihnen wehe gethan Ah! ſprechen Sie doch, was wollen Sie? Ich liebe Sie,

ich liebe Sie bis zum Wahnſinn!.. Sprechen Sie,

mein Gott! was kann ich thun?“ Nun habe ich Sie begriffen.“ Sie ſtand auf; er wollte ſie zurückhalten. Sie ent⸗ zog ihm ihre Hand mit einer eiſigen Geberde, und ent⸗ fernte ſich.

„Ah, mein Gott!“ ſprach Silveſtre,„was habe ich

denn gethan?“ Und er blieb vernichtet, niedergeſchmettert, ohne ſich

Nichts, mein Herr,“ erwiederte Sabine kalt,„nichts.,