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junger Liebe abgeht, die aber das Herz mit edler Si⸗ cherheit und ernſter Freude erfüllt.“
Sabine hatte aufmerkſam zugehört; ſie dachte einen Augenblick nach und verſetzte:
„O, ſo ſind Sie alſo glücklich geweſen?“
„Und Du wirſt es alſo nie ſeyn, nicht wahr?“ ent⸗ gegnete Madame Simon, ſich wieder in ihre ſanfte Hei⸗ terkeit zurückverſetzend.
„Ich— das iſt ganz etwas Anderes.“
Und es zeigte der Ausdruck in ihrem Geſicht, daß der Schmerz wirklich gefühlt war.
„Du biſt Waiſe, mein Kind,— ein großes Unglück, ich kann es nicht läugnen; welche Liebe, welche Zunei⸗ gung wir auch für Dich haben mögen, nichts vermag
einen Vater, eine Mutter zu erſetzen... Sabine wurde roth bis unter das Weiße des Au⸗ ges.. ſie preßte die zitternden Lippen zuſammen, wäh⸗
rend ſchwere Thränen über ihre Wangen rollten.
„Sie wiſſen wohl,“ ſprach ſie,„daß ich Ihnen über dieſen Gegenſtand' nicht antworten kann. Sie wiſſen wohl, daß ich Jemand in dieſem Hauſe ſagen hören mußte:„Es iſt beſſer für Sie, allein in der Welt zu ſte⸗ hen, als noch einen ſolchen Vater zu haben, und...“
„Du haſt Recht, mein Kind,“ ſagte Madame Si⸗ mon, ſie in die Arme ſchließend,„ich habe Dich betrübt, ich habe Unrecht gehabt;— ſprechen wir nie mehr da⸗ von.“ 5
Sabine weinte fortwährend.
„Du biſt auch nicht vernünftig; Du zählſt ſechszehn Jahre; Du biſt ſchön, wie ein Engel; Du biſt gut im Grunde Deines Herzens, obgleich etwas verwöhnt, Du beſitzeſt ein ungeheures Vermögen, und es gibt keinen Mann, der ſich nicht glücklich ſchätzen würde, der nicht ſtolz darauf wäre, Dich zur Frau zu haben. Du wirſt einen Titel bekommen, wenn es Dir ſo gefällt; Du kannſt, wenn Du wrillſt, unter den in der politiſchen Welt hoͤchſtgeſtellten Männern wählen..... kiebteſt


