Teil eines Werkes 
1. Band, Problematische Naturen : 1. Band (1866)
Entstehung
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Problematiſche Naturen.

geführt wurden. Als er aber ſah, daß Melitta, gegen ſeine Hoffnun⸗ gen, ſich durchaus nicht in den Kreis der Spielenden miſchen wollte, benutzte er eine ſchickliche Gelegenheit, ſich ſelbſt aus demſelben zurück⸗ zuziehen. Herr von Langen war ihm gefolgt und holte ihn in einem Heckengange ein, wo Oswald ſich der harmloſen Beſchäftigung des Stachelbeerpflückens hinab.

Gott ſei Dank, ſagte Herr von Langen, Oswald's Beiſpiele. folgend und einen Johannisbeerbuſch, der voll dunkelrother Früchte hing, plündernd.Dieſem Unheil wären wir glücklich entronnen. Fluch dem Erſten, der geſellſchaftliche Spiele erfand. Sind die Stachelbeeren reif?.

Köſtlich.

Sie müſſen mich auf jeden Fall in nächſter Zeit beſuchen. Mein

Gut liegt nur ein Stündchen von Grenwitz. Meine Frau, die mich erſt vor ein paar Wochen mit einem allerliebſten kleinen Mädchen beſchenkt hat, und ſich noch nicht kräftig genng fühlt, ſo große Ge⸗ ſellſchaften mitzumachen, wird ſich freuen, Sie kennen zu lernen. Wenn Sie mir einen Tag beſtimmen wollen, ſchicke ich Ihnen meinen Wagen. 3Ich nehme Ihre Einladung mit Dank an, ſagte Oswald, der ſich einigermaßen durch die liebenswürdige Freundlichkeit eines Mannes aus dem von ihm ſo ſehr gehaßten Stande beſchämt fühlte.Sollen wir ſagen, nächſten Sonntag?

Sie ſind jeder Zeit willkommen; wenn Sie die Knaben mit⸗ bringen wollen, thun Sie es ja; ich habe ein Paar Ponys, die den Jungen beſſer gefallen werden, als Cornel und Ovid zuſammen. Ach, Herr des Himmel! Incidit in Seyllam, qui vult vitare Cha- rybdim! Dort biegt die Gräfin Grieben an der Spitze ihrer Suite um die Ecke. Sauve qui peut!

Die jungen Männer ſchlugen einen andern Gang ein, der den

erſten rechtwinklig durchſchnitt, und waren bald den herankommenden

Damen aus den Augen. Oswald ſeinerſeits wäre eben ſo gern ge⸗ blieben, denn er hatte in derSuite auch Melitta bemerkt und gehofft, wenigſtens im Vorübergehen einen Blick von ihr zu erhaſchen;

aber er hielt es für ſeine Pflicht, gute Kameradſchaft mit ſeinem 1