Einleitung.
ſondere auch bon denen in Teutſchland auf dem Reichs⸗ tage zu Regensburg 1582 angenommen. Aber ſowohl die keutſchen Proteſtanten auf dieſem Reichstage, als die Proteſtanten uberhaupt im ganzen Europa, nahmen ihn damals nicht an, weil ſie auch nicht den Schein haben wollten, ſich durch die Autorität des Pabſtes in irgend einer Sache beſtimmen zu laſſen. Doch endlich beſchloſſen die Proteſtanten in Teutſchland, den beſſern Kalender nicht laͤnger zu verſchmähen; ſie führten ihn ein mit dem Jahr 1700; der Februar, welcher nach dem Julianiſchen
alender 29 Tage hätte haben ſollen, bekam nur 18, nach dem 18. Febr. ſchrieb man ſchon den 1. Maͤrz. Nun nah⸗ men auch Dänemark, Holland und die Schweiz dieſen Kalender an; in England wurde er erſt 1752 und in Schweden 1753 eingefuͤhrt. Die Ruſſen ſind die einzige chriſtliche Nativn in Europa, die den alten Kalender noch
beibehält.
Es iſt oben ſchon erwähnt, daß nach einem Beſchluß der allgemeinen Kirchen⸗Verſammlung im J. 631 von Erſchaffung der Welt bis zu Chriſti Geburt eine Zeit von 5506 Jahren 5. Mon. 25 Tagen feſtgeſezt wurde.
In den gewöhnlichen Zeitrechnungen ſind aber 3084 Jahre angegeben; es iſt daher auf alle Faͤlle das An⸗ gemeſſenſte, in der allgemeinen Weltgeſchichtr nicht nach Jahren der Welterſchaffung, ſondern nach der Zeitrech⸗ nung vor und nach Chr. Geb. zu erzaͤhlen.
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