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Die Eroberung von Toulouse : eine historische Novelle / von Frederic Soulié ; aus dem Französischen übertragen
Entstehung
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Sie treten mit ihren Eiſenpanzern den Speeren der Ritter ent⸗ gegen, packen ſie am Helm, Viſir und Bruſtharniſch, reißen ſie vom Pferde, werfen ſie zur Erde und laſſen ſie durch ihre eignen Roſſe zertreten. Die von den Rittern zurückgedraͤngte Menge wog⸗ wie das fluthende Meer nach einem von der Feuersbrunſt einget ſchloſſenen Winkel des Platzes, doch bald brauſt ſie wieder gegen Montfort an und treibt ihn zuruͤck. Endlich erſcheint auch David Roair wieder und mit ihm die Wuth ſeines Muthes; er erſcheint⸗ und wenige Minuten darauf muß Montfort ſein Pferd herum⸗ werfen und die Flucht ergreifen. Wuͤthend uͤber ſeine Niederlage, jagt er dem Thore Sardane zu, aber auch hier können die Maͤn⸗ ner auf ihren eiſernen Roſſen nicht die erreichen, die ſie erwarten und von den Haͤuſern herab mit Dachziegeln, Balken, Mauerſteinen und ausgebrochenen Thuͤren empfangen.

Endlich bricht die Nacht herein, Montfort verzweifelt und 1 kehrt langſam nach ſeiner Veſte zurück. Er reitet in das ſchon lange von dem Biſchof beſetzt gehaltene Narbonner Schloß ein, er reitet mit einem Herzen voll Wuth, Blaͤſſe auf ſeinen Zügen und Drohungen auf den Lippen, und laͤßt die Buͤrger und Barone vor ſich kommen, deren er ſich am Morgen verraͤtheriſcher Weiſe be⸗ mächtigt hat. Aber die Buͤrger ſind Meiſter der Stadt, ſie löſchen das Feuer, ſtellen die Barricaden wieder her und erwarten den Tag mit ſeinen neuen Kämpfen ſtehenden Fußes. Doch ſollte dieſer Tag nur neuen Verrath bringen.