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den doch meine Vorkehrungen Euch ſichern, daß er Euch binnen heute und acht Tagen ſeinen Namen giebt.“
Ermeſſinde ließ ſich von Guy langſam wegführen, verlor aber ihre Mutter nicht aus dem Auge. Dieſe horchte noch aufmerkſam, ob ſie nicht ein Geräuſch von dem unterirdiſchen Gange her wahr⸗ nehmen könne. Da ſtrahlte auf einmal ein Blitz der Freude uͤber ihr Geſicht, und mit dem Tone beftiedigter Wuth rief ſie:„Ha, ihr Verraͤther und Feigen, unſere Flucht iſt entdeckt. Sie ſetzen uns nach, ſie kommen, hörſt Du ſie?“
„Flieht,“ rief Otho dem Herrn von Levis zu, der ſchnell mit Ermeſſinden den Fußpfad hinabeilte.
„Hier ſind ſie, hier ſind ſie,“ ſchrie Signis in den Gang hin⸗ ein,„Huͤlfe hierher, Hülfe!“.
Aber Guy konnte dieſen Huͤlferuf, der ihn allerdings beun⸗ ruhigt haͤtte, nicht mehr hören, denn ſchon hatte Otho den unge⸗ heueren Stein wieder vor die Mündung des Ganges gewaͤlzt und Signis mit hinein und mit denen zuſammengeſperrt, die wohl eher Rache an ihr ausüben, als ſie beſchuͤtzen wollten.
Kaum hatte Otho den Gang mit dem Steine wieder ver⸗ ſchloſſen, als er ſich, den kleinen ſchreienden Adhemar in ſeinen Armen, entfernte. Bald lag das Schloß weit hinter ihm, er er⸗ reichte die Fanjaux, verſchaffte ſich hier ein Pferd und richtete ſich mit ſeiner Tour ſo ein, daß er um Mitternacht in Toulouſe ein⸗ treffen konnte.
Wie wir bereits erwähnt haben, hielt ſich Otho ſeit ſeinem Weggange aus Beaucaire laͤngs der Küſte des Mittelmeeres; er war einige Tage lang in den Pyrenaͤen von Schloß zu Schloß geeilt, und hier bei dem geringen Verkehr der einzelnen Buͤrger unter einander und mit der Hauptſtadt war ihm Montfort's Marſch gaͤnzlich unbekannt geblieben, er ahnete nicht, daß dieſer ſchon vor Toulouſe ſtand, und obgleich er recht wohl wußte, daß das ganze Land mit Montfort's Kreuzfahrerbanden überſchwemmt war, ſo be⸗ fremdete es ihn doch, daß er nirgends auf ſeinem Wege etwas von der Aufregung wahrnahm, welche der Einzug ſeines legitimen Herrn in Toulouſe hätte hervorbringen muͤſſen.
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