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genrothe einen Trupp Leute, unter denen Credo, Manuel mit ſeinen Söhnen und Ben⸗Ouled ſtanden. Otho trat auf ſie zu und ſagte zu Credo:
„Credo, geh' und hole den jungen Mann, der ſich Michael nennt, er iſt mit Levis' Leuten in einem und demſelben Saale ein⸗ geſchloſſen.“
„Was wollt Ihr mit dem?“ frug Ben⸗Ouled.
„Hole ihn, Credo,“ fuhr Otho mit ſpöttiſcher Demuth fort, „ich bitte Dich darum; was ich mit ihm will, werde ich laut und öffentlich vor Euch, meinen Meiſtern, erklaͤren. Mach ſchnell, denn ſchon bricht der Tag an, und ich ſagte Euch, ich wollte nicht dabei ſein, wenn Ihr das übt, was Ihr Gerechtigkeit nennt.“
Credo ging, und Manuel entgegnete:„Nach dem, was uns Credo geſagt hat, iſt Euer Vater ſeinem Ende nahe, warum willſt Du alſo das Schloß verlaſſen, das heute oder morgen Dein ſein wird?“
„Als ich dies Land verließ, warſt Du noch nicht in meines
Vaters Dienſt, Manuel, denn ſonſt wüßteſt Du auch, daß von dem einmal gefaßten Entſchluſſe mich nichts mehr abbringen kann.“
„Thorheit,“ verſetzte Ben⸗Ouled,„ich habe einen Mann ge⸗ kannt, der tapfer war, wie es nur Einer unterm Himmel ſein kann, ſtark an Leib und Seele; auch er hatte einen eiſernen Willen, aber dieſer blinde unverſoͤhnliche Wille hat ihn und das Land, das er vertheidigen wollte, in's Verderben gefuͤhrt.“
„Du meinſt den Herrn Saiſſac,“ entgegnete Otho,„der Graf von Foir hat mir oft von ihm erzaͤhlt, aber ſorge Dich nicht um mich, Buat, nie wirſt Du mich unter unſeren Feinden ſehen, um ſie zu verrathen, wie er es gethan hat.“
„Kein Wort gegen ihn, Herr von Terride, er war Held und Maͤrtyrer zugleich.“
„Gott behuͤte das Land vor ſolchen Vertheidigern,“ antwortete Otho.„Aber hier iſt Michael; hoͤrt wohl auf das, was ich ſage, da Ihr einmal die Meiſter Eurer Herren geworden ſeid.“
Otho betrachtete den heranſchreitenden Michael mit geſpannter Aufmerkſamkeit. Es war ein blaſſer, ſchoner junger Mann, ſein


