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Zwecke. Gewiß lag Otho nichts daran, ob Michael lebe oder nicht, und ſeines Verſprechens ungeachtet wuͤrde er ihn gleich geopfert haben; aber er wußte wohl, daß nur um dieſen Preis das Kind in ſeine Hände kaͤme, und nun mußte ihm augenſcheinlich ſehr viel daran liegen, daß der Erbe des Vicomte von Beziers weder den Franzoſen noch den Provengalen in die Hände falle.
Wir bemerkten vorhin, daß Otho, noch ehe er mit der Grä⸗ fin geſprochen, unſchlüſſig geweſen, ob er ſich nach dem Zimmer ſeines Vaters, in das Innere des Schloſſes, oder nach dem Pfauen⸗ ſaal wenden ſolle. Dieſe Unentſchloſſenheit hatte aber nur darin ſeinen Grund, daß er nicht wußte, bei wem er anfangen ſollte, bis ihn die Worte der Graͤfin beſtimmten, mit Guy von Levis den Anfang zu machen. Wie er ſich dieſem Franzoſen gegenüber beneh⸗ men wollte, hatte er ſchon im Voraus überlegt, und ohne Guilell⸗ meta's Ermordung waͤre Otho bald damit zu Stande gekommen; aber gerade dieſen Mord benutzte Otho zur Entführung des jungen Adhemar von Beziers, ohne daß man irgend einen Verdacht ſeiner Theilnahme daran ſchoͤpfte. Um den Erfolg ſeines Vorhabens ſich aber vollends zu ſichern, ging er nach dem Zimmer ſeines Vaters, wo er gerade ankam, als Credo es eben verließ.


