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Herr von Terride konnte darüber nicht ins Klare kommen.
Endlich frug Levis:„Beſchraͤnkt ſich Dein ganzer Ehrgeiz dar⸗
auf, biſt Du blos deswegen nach der Provence gekommen, um Deine Schlöſſer und Laͤndereien in Beſitz zu nehmen?“ worauf Otho lächelnd erwiederte:„Beſchränkſt denn Du, wenn Mont⸗ fort ſiegt, Deine Wünſche hier auf das Schloß Terride, oder denkſt Du nicht auch, daß der Graf von Foix wegen ſeines verzwei⸗ felten Widerſtandes wider die Kreuzfahrer von Neuem den Grafen von Toulouſe ſeines Beſitzthums entſetzt, und irgend ein tapferer Ritter ſeines Heeres, der noch keinen Fehler auf dem Schlachtfelde beging, damit belehnt werden muͤſſe? Was auf Jeden von uns nach dem Siege ſeiner Partei kommt, wird gewiß nach eines Jeden Ver⸗ dienſte zugemeſſen, und wir alle Beide werden es nach Kraͤften geltend machen; an dem Beſiegten iſt es, auf ſeine Sicherung bedacht zu ſein, ich habe Beides gethan, und mehr kann ich Dir nicht bieten.“
Noch zauderte Guy, als die Gräfin mit Ermeſſinde und dem Kinde eintrat.
„Warum die Graͤfin hier und das Kind?“ frug Levis.
„Unterzeichnen wir, und dann ſollſt Du es erfahren.“
„Das iſt eine Liſt, die uns Alle verderben ſoll,“ ſagte Guy, „ich unterzeichne nicht.“
„Wie Du willſt,“ entgegnete Otho und ſtellte ſich mit ſeinem Schwerte an die Thuͤre,„aber ich ſage Dir es noch ein Mal, Du und Niemand kommt aus dieſem Zimmer, bevor er nicht meine Bedingungen angenommen hat.“
„Was ſoll das heißen?“ rief die Gräfin,„iſt hier Verrath im Spiele?“.
„Vor Furcht verliert Ihr Alle den Verſtand,“ verſetzte Otho verächtlich;„bedenkt, daß wir hier keine Zeit mit Verhandlun⸗ gen zu verſchwenden haben. Wenn ich Dein Leben wollte, Herr von Levis, ſo uͤberließ ich Dich Deinen Feinden. Wenn es mich nach Deinem geluͤſtete, Signis, ich raunte meinem Vater etwas ins Ohr, und Du wärſt verloren. Wos ich thue, nuͤtzt mir mehr


