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hat er in unſerem Tovlouſe ein Feuer angezündet, das all Dein Taufwaſſer nicht löſchen kann, und dieſes Ungeheuer nennt ſich ei⸗ nen Legaten Roms. Was mich betrifft, ſo habe ich mich aller⸗ dings geweigert, mein Schloß dem Papſte in ſeine Hände zu uber⸗ geben, denn er iſt ein Ungläubiger, der ſelbſt den Herrn Jeſus Chriſt beſtiehlt. Aus freiem Antriebe habe ich es dem Abte von St. Tibdre uͤbergeben, und von Dir, gnaͤdigſter Herr und Papſt, fordere ich es zuruͤck; denn wer ohne Grund das zuruͤckhält was ihm freiwillig ſberantwortet iſt, wird ſeinem Worte untreu und entbindet Jeden ſeines Schwures.“
Noch einmal antworteten die Biſchoͤfe dem Grafen durch tau⸗ ſend halblaute Drohungen, aber noch einmal daͤmpfte Innocens den Ausbruch ihres Zornes und ſagte zu dem Grafen:
„Fuͤr Dein Recht haſt Du recht geſprochen, das unſere haſt Du aber nicht gehörig erkannt. Denn Ihr Alle ſeid hierher be⸗ rufen worden, um Euch wegen des Verbrechens der Ketzerei zu verantworten, deren halber Ihr ſchon verurtheilt ſeid; bevor Du alſo Dein Beſitzthum zuruͤckfordern kannſt, mußt Du erſt freige⸗ ſprochen werden.“
„und das darf er nicht werden,“ fiel Foulques mit zornblei⸗ chem Geſicht ein.„Er iſt ein Ketzer im Geiſt und in der That; er erkennt nicht die Macht der Biſchofe an und gewährt verur⸗ theilten Banditen und deren Kindern eine Zufluchtſtaͤtte.“
„Du erinnerſt mich zur rechten Zeit daran,“ rief der Graf,„ja, ich gewährte den Söhnen derer eine Zufluchtsſtätte, die Ihr und das verdammte Geſchlecht der Franzoſen hingeopfert habt; ja, gnädiger Herr und Papſt, ich habe in meinem Schloſſe den Sohn des edeln Roger aufgenommen, des tapfern Vicomte von Bezieres, den Mont⸗ fort vergiften ließ, weil er ihn nicht uͤberwinden konnte, und von hier erblicke ich den tollen Narren, der, weil er wußte, die Graͤfin trage für die Grafſchaften ihres gemordeten Gemahls einen Erben unterm Herzen, ſie der Ketzerei anklagte, verurtheilte und ſchon das noch nicht geborene Kind fuͤr unfähig erklärte, ein Erbe zu ſein. Ich meine Dich, Bruder Dominicus! Seitdem die Blume des Muthes und der Courtoiſie, der Vicomte Roger, im Angeſicht der


