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Die Eroberung von Toulouse : eine historische Novelle / von Frederic Soulié ; aus dem Französischen übertragen
Entstehung
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berden und Worten und dem Grafen Antwort, und dieſer er⸗ wiedert ſtolzer und ruhiger noch als vorher: „Nein, ich habe die Ketzer niemals beguͤnſtigt, weder die

Novizen noch die Eingeweihten; nicht fuͤr ſie habe ich Mont⸗

Segur aufgebaut, denn es liegt weder auf meinem Gebiet noch unter meiner Gewalt. Wenn meine Schweſter gefehlt hat, ſo iſt

das nicht meine Schuld, und wenn ſie auf einem meiner Schlöſſer

wohnte, ſo hatte ſie das Recht dazu, denn mein Vater wollte,

daß ſeine Kinder, wenn ſie in dem Schloſſe, wo ſie geboren wor⸗

den, bleiben wollten, von deſſen Herrn daſelbſt geſchuͤtzt und ge⸗

pflegt werden ſollten; und ich bin nicht gewohnt, die Rechte Ande⸗

rer deswegen mit Füßen zu treten, weil ſie mir unbequem ſind. Bei dem gekreuzigten Herrn ſchwoͤre ich es, niemals iſt ein from⸗ mer Wallfahrer oder Romieu, wenn er ruhig ſeines Wegs durch mein Gebiet zog, von mir oder meinen Leuten beläſtigt oder auf⸗ gehalten worden. Aber Raͤuber, Verraͤther ohne Ehr' und Glau⸗ ben, die ſich mit dem Kreuze ſchmuͤcken, das uns verdirbt, von denen iſt nie einer von meinen Leuten aufgefangen worden, ohne daß er ein Auge, eine Hand, oder einen Fuß eingebüßt haͤtte, und wo ich ſo einen Haufen aufgetrieben, habe ich, ſo lange meine Klinge hielt, oder mein Arm ſich noch regen konnte, drein geſchla⸗ gen. Und wenn mir noch einige Freude bei dem Anblick von dem Ungluͤck und Elende meines Herrn wird, ſo iſt es die, ſo viel dergleichen Geſindel vertilgt zu haben, und wenn ich noch einen

Wunſch haͤtte, ſo waͤre es die Vernichtung aller derer, die mei⸗

ner Hand entwiſcht ſind.“

Foulques wollte wieder das Wort ergreifen, aber der Graf fuhr mit ſtolzer Verachtung fort:

„Was dieſen Biſchof betrifft, der ſo laut ſpricht, ſo ſage ich Euch, er hat uns Alle verrathen; er hat mit ſeinen Alle verber⸗ benden Minneliedern uns ſo viel Geld und Geſchmeide abgelockt, daß er aus einem Gaukler ein Mönch, aus einem Moͤnche ein Abt, aus einem Abte ein Biſchof, und nachdem er die Livree

meiner Hundejungen getragen, ein ſo gewaltiger Mann geworden

iſt, daß Niemand es wagt, Ihm hier zu widerſprechen. Und doch

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