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jungen Grafen fehle, der des Himmels ihr nicht mangeln würde, und das waͤre ein ganz anderer.
Das ſtaͤrkte ihn, als er am anderen Tage im Lateran vor dem Concilium der Biſchöfe erſchien. So wie der junge Graf...
„Herr von Terride, unterbrach ihn Wilhelm von Minerve, indem er ſich erhob,„die Ritter wollen eine Romanze und keinen ernſten Bericht, verſchiebe daher dieſe nicht ſo lange, bis wir keine Zeit mehr dafür haben; erzähle die Sachen, wie ſie folgen. Was geſchah denn in dieſer Sitzung?“
Es ſei, ich will Euch das Allbekannte erzählen und dann das Geheimniß erklaͤren, das, wie ich ſehe, der Verleumdung Preis ge⸗ geben worden iſt.
Er hielt einen Augenblick inne und fuhr dann fort:
Als die Grafen von Toulouſe, von Foir und Comminges vor dem Concile erſchienen, waren achthundert Biſchöfe und Prä⸗ laten verſammelt; Alle mit ihrer Mitra, ihrem Hermelin und Krummſtabe, ſaßen ſie in der konſtantiniſchen Baſilika unter pupurnen Baldachinen die Reihen entlang, während der heilige Petrus in der Mitte des Chores auf einem Stuhle von Ebenholz unter einem Thronhimmel von Goldbrocat thronte. Der alte Graf von Toulouſe wußte, daß die Mehrzahl der verſammelten Kirchenfurſten im Concilium zu St. Gilles über ihn und die Sei⸗ nigen das Verdammungsurtheil ausgeſprochen hatten. Er erſchien demuͤthig und gebeugt, ſeinen Sohn an der Hand, und warf ſich Sr. Heiligkeit, unſerem Herrn, zu Fuͤßen. Dieſer hob ſie gnädig auf und umarmte den jungen Grafen. Aber der tapfere Bernhard Roger von Foix trat mit erhobenem Haupte, ſtolzem Blicke, die Hand auf ſeinem Degengefäß, in die Verſammlung und blieb in der Mitte darin ſtehen. Darauf ertheilte der Papſt dem Grafen von Toulouſe die Erlaubniß, ſeine Beſchwerden vorzubringen, und dieſer antwortete mit beſcheidenem Tone, daß ſein Herz zu ſehr verwundet ſei, um nicht vielleicht zuweilen aus den Schranken der Mäßigkeit zu treten, und er den Grafen Roger von Foir mit der Geltendmachung ſeiner Rechte beauftragt habe.


