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pflanzt. Denk' an mich, Levis, denk' an mich, ſei niemals ſchwach oder mitleidig gegen die Frauen Deines Hauſes, ſie werden Dich um eine Schaͤrpe verkaufen, wie ſie mich verkauft haben. Kein ritterliches Blut fließt in ihren Adern, ſondern das afrikaniſche Blut, das Blut mauriſcher Diebe und feiler Dirnen, die in Spanien mit ihren Reizen Handel treiben.“
„Herr von Terride,“ unterbrach ihn, ſich erhebend, Signis mit flammendem Auge, von nervoͤſer Aufregung durchzuckt,„die Frauen meines Bluts ſind reiner, als die Edeldamen Eures Landes; keine wird wie die Koͤnigin von Aragonien, oder die Gräfin von Com⸗ minges an den fuͤnften Mann verheirathet ſein. Die Frauen meines Blutes, Herr von Tertide, leben und ſterben fuͤr ihre Männer, wenn ſie Maͤnner ſind, und nicht ich war es, die ſich Euch vor achtzehn Jahren zum Gatten waͤhlte. Erinnert Euch Otho's von Terride, er war meine Liebe und ich die ſeine; es gefiel Euch, mich ſchön zu finden, mein Vater wollte fuͤr mich nicht einen Gatten meiner Wahl, ſondern einen Bundesgenoſſen fuͤr ſein In⸗ tereſſe; er glaubte, dies könne der Vater, der Herr dieſer Burg beſſer ſein, als der Sohn, ihr kuͤnftiger Erbe, und gab mich Euch. Da⸗ mals habe ich Euch geſagt, daß ich Otho liebte, Ihr habt aber nicht darauf geachtet. War ich treulos, oder waret Ihr ein Narr? Euren Sohn habt Ihr vertrieben, weil Ihr Ihn furchtetet, mich habt Ihr achtzehn Jahre lang hier eingeſchloſſen, durch Eure Ge⸗ walt war ich eine Gefangene, darum entziehe ich mich ihr, ſobald ich kann. Herr Guittard von Terride, Ihr habt Euer Wort gegeben, Schloß und Tochter dem Herrn Guy von Levis zu geben, wenn der Herr von Montfort als Herr von Languedoc wuͤrde an⸗ erkannt ſein. Der Papſt hat fuͤr ihn entſchieden, haltet Euer Wort freiwillig, oder bei Gott, man wird Euch dazu zwingen.“
Bei dieſen Worten erhob auch der Graf ſich und ſchwang ein langes Schwert mit einer Wuth, die ihm ein gewiſſes Anſehen von Kraft gab.
„Sind denn die Franzoſen ſchon in der Höhle des Loͤwe rief er,„daß ein Weib ſolche Unverſchaͤmtheit zur Schau tral darf?“


