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verſunken zu ſein. An der anderen Seite des Tiſches ſaß ein hin⸗ fälliger Greis mit weißem Barte, gefurchten Zugen und abgeſpann⸗ tem Blick in einem hoͤlzernen, reich mit Schnitzwerk verzierten Lehn⸗ ſtuhl und hörte dem Herrn von Levis zu, der vor ihm ſtand und in folgenden Worten zu ihm ſprach, ohne daß die Ankunft des Pilgrims und der Thorwache, die ſich um das Kamin gruppirten, ihn im Geringſten zu ſtoͤren ſchien.
„Auf mein Ehrenwort, es iſt wahr, der Papſt hat ihn in die Acht erklaͤrt, und ganz Languedoc, Querſy, Comminges und Conſerans an meinen, nun auch Eueren Herrn, den Grafen Simon von Montfort auf immer verliehen; erlaubt, daß meine Liebe ſich dieſes Ereigniſſes freuen darf, und gebt mir, wie Ihr verſprochen, nun die Hand Eurer Tochter Ermeſſinde.“
„Es iſt wahr,“ entgegnete der Herr von Terride,„daß ich Dir unter dieſer Bedingung das Wort gegeben habe; aber wenn jemals dieſes Schloß dem Normannen⸗, Britten- oder Franken⸗Barbaren gehorchen ſoll, denn dieſer Montfort gehoͤrt eigentlich gar keinem Volke an, ſo ſoll es doch nicht auf meinen Befehl geſchehen. Wenn Deine Worte wahr ſind, wenn Recht, Adel und Ritterlich⸗ keit von der roͤmiſchen Curie verdammt worden ſind, ſo iſt es ge⸗ ſchehen, weil es keine Gerechtigkeit mehr auf Erden giebt; und dann will ich ſchwacher Greis, der weder Kraft noch Macht hat, ſie zu vertheidigen, ſie verlaſſen, denn ich will nicht Zeuge ſein von dem Triumphe. der Schlechten. Guy, warte noch einige Tage, Du haſt mich mit Deiner Nachricht ſchwerer verwundet, als Du es mit Deinem franzoͤſiſchen Meſſer gekonnt hätteſt. Morgen, uͤbermorgen wird dieſes Schloß durch meinen Tod ſeines Herrn ledig ſein, und dann kannſt Du Alles auf einmal nehmen, mein Schloß, meine Lande und meine Tochter, deren Liebe Du ſchon jetzt haſt.“
„Entſchuldige mich, gnaͤdiger Herr, bevor vier und zwanzig Stunden abgelaufen ſind, muß ich wieder in Toulouſe ſein, und ſo viel Zeit bedarf Euer Capellan nicht, um meine Hand mit der Euerer Tochter zu verbinden.“


