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„Seit wann geben ſich denn die Provengalen verloren, wenn ſie den bewaffneten Feind in ihren Mauern haben?“
„Wenn ſie ihrer ſechs gegen zwanzig ſind, ihrer ſechs in Harni⸗ ſchen, die keinem Schwertſtreich widerſtehen koͤnnen.“
„Wohlan, ſo rammelt Thoͤren und Steine zwiſchen Euch, die konnen die Hiebe nicht ſo leicht zerhauen, als Eure Panzer, und wenn die Woͤlfe die Hunde gefangen halten, muͤſſen die Hunde den alten Fuchs in einem anderen Käfige faſſen; wir wollen doch ſehen, wer Herr bleiben wird. Und nun kommt, wenn Ihr was erfahren wollt.“
Mit dieſen Worten ſtieg der Pilgrim die Allee hinan, die an die zweite Mauer fuͤhrte, und blieb vor der Capelle ſtehen, ſie war leer, der Waffenſaal ebenfalls, keinen Schritt hörte man von den obern Stockwerken.
„Sind Alle da?“ frug der Pilger.
„Hier ſind wir;“ antwortete Credo mit dem Tone der Ver⸗ nichtung.
„Wo ſind denn die von oben?“ frug der Fremde duͤſter, und das höhniſche Lächeln einer ſchlimmen Ahnung war Credo's einzige Antwort. Der Pilgrim ſchloß hierauf die Thüren und ſchob die eiſernen Riegel vor. Die Bogenſchützen wollten dies zwar nicht dulden, aber Credo beſchwichtigte ſie mit den Worten:„Laßt ihn nur, ich muͤßte mich ſehr irren, wenn er nicht das Recht hat, hier zu handeln.“— Waͤhrend der Fremdling dieſe Vorkehrung traf, ſah Credo unter ſeinem langen Gewande die Spitze eines langen Schwertes und die Schuppen eines Panzers blitzen; er naͤherte ſich ihm, um ſeine Vermuthung beſtätigt zu ſehen, aber der Fremdling glaubte, er wolle ſich ihm widerſetzen, und begegnete ihm mit den Worten: „Sei ohne Furcht, wir haben nichts mit den Moͤnchen zu thun.“ Bei den letzten Worten fuhr Credo zuſammen; damit wir aber die Anſpielung, die ſie enthielten, verſtehen, müſſen wir auf ein früheres Ereigniß in dem Leben des Mannes zuruckgehen, dem dieſer ſeinen Beinamen verdankte.
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