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„Ich bin weder Franzos, noch Kreuzfahrer, ich bin ein ganz gewöhnlicher Romieu“(ſo hießen die Pilger⸗ welche eine Wallfahrt nach Rom unternahmen).
„Kommſt Du aus der heiligen Stadt, oder gehſt Du erſt hin?“ fragte Guy mit einer Lebhaftigkeit, aus der hervorging, wie viel ihm an der Beantwortung dieſer Frage lag.
„Ich gehe erſt hin, gnädiger Herr.“
„Dann laß ihn herein,“ verſetzte der Ritter und nahm ſei⸗ nen Weg nach dem von dem Burgherrn bewohnten Theile des Schloſſes.
Credo ſchloß das Pfoͤrtchen, und die Wache umringte nun den Pilger und beſturmte ihn mit Fragen uͤber die Laͤnder, die er durchwandert. Es war aber, als wenn der Pilger nur auf die Entfernung der fremden Leute gewartet haͤtte, als er dem eben herein⸗ tretenden Credo entgegnete:„Es iſt recht hübſch von Euch, daß Ihr Euch ſo um fremde Länder kuͤmmert und nicht wißt, was hier in Euern Mauern vorgeht.“
„Wir wiſſen es gar zu gut, wir wiſſen's recht wohl, daß dieſe unbezwingbare Burg, vielleicht die einzige in ganz Languedoc, die von den Kreuzfahrern nicht durch Waffengewalt erſtuͤrmt worden, ihnen jetzt durch die Bande des Bluts anheimfallen wird. Verdammt ſei der Tag, wo der Herr die Grafin Signis und ihre Tochter an den Liebeshof von Saverdun gehen ließ, dort haben ſie den Herrn von Levis geſehen, und nun ſind ſie ganz des Teufels auf Waffen⸗ thaten, Tourniere, Putz und Schmuck. Wenn Du uns ſagen willſt, daß die Hochzeit bevorſteht, und das die Brautgeſchenke ſind, ſo kommſt Du zu ſpät.“
„Wahrhaftig ſchöne Hochzeitsgeſchenke,“ erwiederte der Pilger. „Solche muß auch der Verraͤther dem Feigen bringen. Helme und Panzer kramen die angeblichen Kaufleute aus, die Du hereingelaſſen haſt, Credo.“
„Iſt das wahr?“ ſchrie der Andere.
„Horche einmal an dem Schuppen, ob Du nicht Eiſengeklirre wahrnehmen wirſt.“
„Verrath! wir ſind verloren!“ rief Credo.


