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Die Eroberung von Toulouse : eine historische Novelle / von Frederic Soulié ; aus dem Französischen übertragen
Entstehung
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Habt Ihr gute Buͤffelkoller? denn unſere ſind ſo l daß der Harniſch uns guf dem bloſen Leibe ſitzt.

Alles, was Maͤnner und Weiber brauchen koͤnnen, haben wir, ich habe ſchon die huͤbſche Guilellmeta mit meiner ſchönſten Schaͤrpe geſchmuͤckt, als ſie uns heruͤberfuhr.

Daran thatet Ihr unrecht, Herr Ritter, antwortete Credo,das Mädchen iſt ſo ſchon eitel genug auf ihre natürliche Schoͤnheit, daß Ihr ſie nicht noch mehr durch Putz darin zu beſtaͤrken braucht. Nu meinetwegen mag ſie machen, was ſie will, ſeitdem ſie ſich in den Sarazenen, der ſich hier niedergelaſſen, verliebt hat.

Ich gehe aufs Schloß, ſagte der Ritter,und werde Dir den Befehl Deines Herrn ſchicken, meine Leute und Thiere einzulaſſen.

Ich weiß ſchon, Ihr geht zur Gräfin Signis, denn der alte Herr giebt ſchon lange keinen Befehl mehr, und wenn die Graͤfin von Putz hoͤrt, habt Ihr auch ſchon den Befehl, darum kommt nur gleich herein, und da Ihr doch einmal die Nacht hier bleiben werdet, will ich nur immer das Fallgatter herunter⸗ laſſen und das Pfoͤrtchen ſchließen. Guy von Levis wartete, bis alle ſeine Leute und Thiere herein waren, und wies ihnen einen iſolirt liegenden Schuppen auf dem freien Platze zum Ausruhen und Abladen an.

Eben wollte ſich das Fallgatter wieder ſchließen, als hinter dem letzten Maulthiere Credo einen Mann hereinſchluͤpfen ſah, und erſt als er drinnen war, ihn als einen Kreuzfahrer er⸗ kannte.

Was will denn der Kerl? ſchrie Credo.Iſt das einer von Sn Leuten, Herr Guy, der ſich mit dem Kreuze auf dem Wamms hier blicken laͤßt? Wenn er zu Euch gehoͤrt, ſo iſt dies gegen Euren Vertrag mit unſerem Herrn, denn nach dem darf kein Franzoſe mit Kreuz oder Pilgerſtab, oder einem anderen Zeichen der Kreuz⸗ fahrer ins Schloß; wenn er nicht zu Euch gehört, und das ſcheint mir ganz ſo, denn er muß heruͤbergeſchwommen ſein, ſo naß iſt er, und Ihr ſeid heruͤbergefahren, ſo will ich ihm ſchon zeigen, wie man hier mit Kreuzfahrern umgeht, die nicht durch den Vertrag ihres Herrn geſchützt ſind.

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