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Fluch ſein Kind verfolgte, iſt ſie heimlich aus dem Hauſe ihrer Altern entflohen?“— Sa⸗ rackſor zuckte die Achſeln und hob die Au⸗ gen mit einem ſchmerzlichen Ausdruck zum Himmel.—„Geſteh', Alter,“ ſprach Jo⸗ ſephe dringend,„um meiner Ruhe willen, ich muß Alles wiſſen; ruhte ein Fluch auf dem Haupte meiner theuern ungluͤcklichen Mutter?“ — Noch immer ſchwieg der Greis, doch, Jo⸗ ſephe heftete die Augen ſo innig flehend auf ihn, er ſah, wie ſie heftig bewegt, mit klo⸗ pfendem Herzen vor ihm ſtand, äͤngſtlich ſeiner Antwort entgegen ſehend; es war ihm unmög⸗ lich, gegen ſeine huldvolle Gebieterinn unwahr zu ſeyn. Noch nie hatte ſie ſeiner bedurft, es war ihre erſte, einzige Forderung an ihn.— Langſam ſenkte er das greiſe Haupt bejahend auf die Bruſt, mit tief geſenkten Blicken blieb er der Graͤfinn gegenuͤber. Dieſe faltete ſeuf⸗ zend die zarten Haͤnde;„arme, ungluckliche Mut— ter, ein Vaterfluch brach Dein Herz? Ach, Du trugſt noch ſchwerer wie Dein Kind,“ ſprach ſie leiſe vor ſich hin weinend.— Nach einer kleinen Weile legte ſie Sarackſor die em⸗ pfangenen Briefe vor, bat ihn ſolche zu leſen. Er vertiefte ſich eine geraume Zeit in dieſem Geſchaͤfte; als er geendet, ſprach Joſephe:


