Teil eines Werkes 
3. Band (1826)
Entstehung
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und Liebe ſelbſt iſt: ſo ſah ich ſie doch ſelten recht froh; ein geheimer Gram ſcheint in ihrer Seele zu wohnen, ſie redet jalhn nie von der Vergangenheit.“— 1

„Es leidet keinen Zweifel, ſie iſt's, den

Namen hat ſie vielleicht vekändert, doch zu un⸗ verkennbar gleichſt Du ihr, mein Kind,“ ſiel ihr der General in die Rede.—

„Laßt uns nun der nuen 4 hl froh werden,“ ſprach jetzt Melanie,„das liebe Kind iſt ermuͤdet, ſcheint angegriſſen, die⸗

ſe, wenn auch freudigen Entdeckungen, dienen nur dazu, ihr Gemuͤth aufzuregen, ſie bedarf Erquickung und Ruhe.“

Eugenie warf dankende Blicke auf die lie⸗

bevolle Frau; ſie war wirklich von der Reiſe,

von den neuen Eindruͤcken, von dem lebhaften

Betragen ihres Schwiegervaters, ſo außer Faſ⸗

ſung geſetzt, daß ſie nicht daran dachte, daß

das Alter ihrer Mutter jede Muthmaßung des⸗ ſelben außer Zweifel ſetzen wuͤrde. Maxime, ihr Gemahl, dachte um ſo weniger daran, da⸗ durch Aufklaͤrung zu geben, indem er uͤber das Alter ſeiner Schwiegermutter voͤllig in Unge⸗

wißheit war, er hatte ſie nur im Däͤmmer⸗ lichte ihres Krankenzimmers, verhuͤllt in Tuͤcher