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Augenblick war auch wohl ſehr entſcheidend, denn, wenn der Graf nun nicht, ſo wie er mir erſchien, vor mir ſtand, wenn ſein Liu⸗ ßeres abſchreckend, ſein Weſen rauh oder ge⸗ haltlos geweſen waͤrez wenn ich ihm dennoch, denn ich war ja durch heilige Kindespflicht dazu aufgefordert, meine Hand hätte reichen muͤſſen, wie wuͤrde es denn jetzt wohl um den Frieden meiner Bruſt ſtehen?— Doch, Graf Conſtantin trat in ſchoner Helden⸗ kraft vor mich hin, und ich wurde ihm bald unterthan in Achtung und inniger Freund⸗ ſchaft.— HO, moͤchteſt Du ihn ſehen, wie ſeine ſtolze Stirn mit der breiten dunkeln Narbe, die ihm einſt ein verwegener Feind, kaum ſchon Juͤngling, wie er mir ſagte, ſo recht kuͤhn, Auge im Auge darauf gezeichnet hat, ſich draͤuend mit den breiten, dunkeln Augenbrauen zuſammen zieht und dann ſein lichtes Auge leuchtet, wenn er davon erzaͤhlt, daß ſein gewagtes Vordringen dennoch dem Feinde eine ganze Batterie koſtete, die jener muthige Juͤngling hatte decken ſollen. Zwar iſt des Grafen Antlitz recht von der Sonne verbrannt; doch ſchimmert die Farbe der Ge⸗ ſundheit auf ſeinen Wangen, Wohlredenheit und Herzlichkeit wohnen auf ſeinen Lippen,


