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tinn athmete wieder freier; denn recht bange und ſehnſuͤchtig hatte ſie oft, umgeben von der lauten Freude, nach Marianky, nach Caͤci⸗
lien hin gedacht, das ganze Feſt haͤtte ſie in
ſolchen Minuten hingegeben, um nur einmal an Adolar's Urne recht einſam das Heimweh ihrer Seele auszuweinen, und dann dankend hin zu knieen an dem Hochaltare, um fuͤr die gluckliche Fuͤgung ihres Schickſals die Heiligen anzurufen.
Was Joſephen am meiſten beengte, war die allgemeine Beachtung ihrer Perſon; ſie war daran ſo wenig gewöhnt, daß ſie ſich beaͤngſtigt fuͤhlte, ſobald man ihr irgend eine außerordent⸗ liche Aufmerkſamkeit bezeigte; es fehlten es ihr dann wohl die Worte, ſolche Huldigungen ge⸗ buͤhrend zu wuͤrdigen, noch weniger ſie zu er⸗
wiedern. Der Zwang, den ſie ſich dann an⸗
that, gab ihrem Rußeren etwas Kaltes, Zu⸗ ruͤckhaltendes. An eine einfache ſchone Natuͤr⸗ lichkeit grwöhnt, haßte ſie jede Ubertreibung, und ihres Gemahls feſtes, immer Achtung er⸗ regendes Betragen, war deßhalb ſo ganz geeig⸗ net, ihre Seele fuͤr ihn einzunehmen. Er allein empfing die Beweiſe eines warmen Vertrauens von ihr, ihm öfſnete ſie die Tiefe ihrer Em⸗ pfindungen; fuͤr Andere erſchien ſie dagegen kalt


