Teil eines Werkes 
3. Band (1826)
Entstehung
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ren? das lehrte mich Caͤcilie nicht; ſie zeigte mir den Weg, ein reines, pflichtentreues Herz bis ins ſpaͤteſte Alter zu bewahren; mein Vorſatz iſt, dieſen Weg zu wandeln, wagen Sie, mein Fuͤhrer zu ſeyn? Die Welt iſt mir fremd, ich komme aus dem Kloſter; mein Herz wird die Eindruͤcke und Bilder, die es dort in ſich auf⸗ nahm, treu durchs ganze Leben bewahren. Nichts, theurer Graf, kann Sie berechtigen, dieſe daraus zu verdraͤngen; ſie werden vielmehr dazu dienen, mir fuͤr die Zukunft erheiternde, troͤſtende Erinnerungen zu werden, wenn mich die Welt nicht ſo freundlich anlaͤchelt, wie das einſame Leben meiner Jugendtage. Sie ſinden Joſephen, wie Sie ſie ſich gedacht haben, fromm, unbefangen, bereit, ſich mit Stolz un⸗ ter dem Schutz eines ſo edlen Mannes zu be⸗ geben, als Sie.

Sie ſind ein holder, guͤtiger Engel! rief der Graf, hingeriſſen von Joſephens ver⸗ trauenden Worten;Alles, was ein Maͤnner⸗ herz fuͤr das Höchſte einſetzen kann, ſetze ich, Joſephe, fuͤr Ihr Lebensgluͤck ein! Nein, ich waͤre grauſam gegen mich ſelbſt, wollte ich, ob⸗ gleich unwerth meines Glucks, es länger von mir weiſen; Niemand hat naͤhere Rechte an Sie, als derjenige, welcher nichts hoͤher achtet, als

Dritter Band. B