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immer mehr, ſie regten den ruhigen Sinn der⸗ ſelben auf; Clotilde hatte ſo Vieles mit ihr abzureden, zu beſchließen und recht vertieft in wichtige Geſpräche, ſaßen die Frauen eines Mor⸗ gens am Fenſter, als Clotilde, welche ihre Blicke zufällig uͤber die Gegend ſtreifen ließ, plotzlich ausrief:„Da kommt der General, Graf Conſtantin!“ Joſephe fuhr vom Sitz em⸗ por:„O heilige Mutter Marie!“ rief ſie recht kloͤſterlich aus;„der General, ſo fruͤh, ſchon jetzt! Ach, Clotilde, rathen Sie mir!“ und, die ſchoͤnen Haͤnde ringend, fragte ſie:„ was ſoll ich ihm ſagen, wie meine Scheu bezwingen?“—
„Faſſen Sie Sich, theure Joſephe,“ ant⸗ wortete Clotildez;„der Graf wird das Wort wohl ſinden, ſehen Sie, wie herrlich er heran reitet, er kommt, er ſieht, er ſiegt oder wird
beſiegt,“ ſetzte ſie ſcherzend hinzu, dem be⸗
draͤngten Maͤdchen Muth zu machen.——
Graf Conſtantin hatte mit ſcharfem Feld— herrnblicke ſchon von weitem die Damen an den hellen Spiegelfenſtern erblickt, naͤher kommend, die Hand militäriſch zur Stirn gehoben, gruͤ⸗ ßend, ſchaute er empor, gab dann ſeinem ſtolzen Pferde die Sporen und ſprengte im raſchen Ga⸗ lopp in den Schloßhof hinein; ſeine kleine Es⸗ corte Huſaren ihm nach.


