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ihn ſeyn; denn wie bald ruft ihn ſeine Beſtim⸗ mung nicht vielleicht von Deiner Seite? das Bild ſeiner Gattinn iſt dann eine angenehme Beglei⸗ tung fuͤr ihn.“
Gluͤcklich langte Joſephe im Schloſſe Ca⸗
boga an, und die zarte Herrinn wurde, wie
fruͤher ihre Mutter, von der Dienerſchaft ehr— furchtsvoll empfangen, auch der hochbejahrte Sarackſor hatte ſich dicht dem Eingange zu gedraͤngt, die neue Gebieterinn ſchweigend zu begruͤßen.
Unzählige Gefuͤhle drangen auf Joſephen ein; zum erſten Male ſah ſie den Ort, mo ſie geboren, und begruͤßte ihre Wiege. Einſam, verwaiſt trat ſie in ein Haus, wo ſo viele Her⸗
zen einſt in Liebe fuͤr ſie geſchlagen; von Cä⸗
ciliens Bruſt geriſſen, empfand ſie zum erſten Male, daß ſie vater- und mutterlos ſei; ihre Augen fuͤllten ſich mit Thränen, ihre truͤben Blicke ſuchten Clotilden; in ſich verloren, uͤberſah ſie die Huldigungen der Getreuen im Schloſſe, welche das fuͤr Stolz nahmen, was ein Beleg ihrer Unſchuld und ihres tiefen Ge⸗ fuͤhls war.
Clotilde eijte ihr jetzt entgegen; ſie wa⸗ ren einander nicht fremd, denn mehrmahls war die dankbare Frau im Kloſter Marianky zum


