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verletzte, Joſephe! doch fuͤrchten Sie nichts mehr, ſie iſt bereits ein Opfer ihres Geluͤſtes geworden, dem Tode iſt ſie ſchon verfallen.“—
Caͤcilie ſah geängſtigt auf ihre Kinder, was ſollte ſie von dem auffallenden Benehmen der⸗ ſelben denken?„Du biſt krank, Adolar,“ ſprach ſie,„recht krank; Dein Ausſehen erſchreckt mich, Du mußt Dich zur Ruhe legen, ich ſelbſt werde fuͤr Deine Pflege ſorgen. Was beſtaͤrkſt
Du Foſephen in ihrem kindiſchen Wahne, daß.
eine Schlange ſie verletzt habe? Ein giftiges Inſekt wird ſie erſchreckt haben, denn nie horte oder ſah man Schlangen in dieſer Gegend!“
Ado lar ſah ſie wehmuͤthig an.„Ich bin wohl krank, liebe Mutter,“ ſprach er,„aber vergonnen Sie mir immer, hier zu bleiben; mir iſt hier wwohler als in meinem einſamen Zimmer, es wird ſo der letzte Abend ſeyn, den ich an Ihrer Seite weile, morgen, recht fruͤh, reiſe ich fort.“
„„Sie wollen fort, Adolar,““ fragte Jo⸗ ſephe,„„und ſchon morgen? Rein, liebe Mutter, Harein duͤrfen Sie nicht willigen. Krank ſollten wir Adolar reiſen laſſen? tauſend Be⸗ fuͤrchtungen ſeinetwegen erleiden? Ach, die Sorge un unſern Fiet wuͤrde mich verzeh⸗ ren! ₰


