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dieſe neben Cäcilien ſitzend, welche eben be⸗ muͤht war, ihrem lieben, leidenden Kinde einen kuͤhlenden Balſam auf die ſchmerzende Bruſt zu legen. JFoſephe wandte heftig bewegt dem ein⸗ tretenden Adolar das Haupt entgegen.„O mein theurer Freund,“ ſprach ſie,„welcher Gefahr bin ich entgangen! Schlummernd lag ich im Klo ſtergarten, eine glaͤnzende Schlange, ſo ſah ich deutlich, war mir genaht, ſchon hat mich ihr Gift auf der Bruſt verletzt; von ihrem Stiche erwachte ich, und wie im Fluge ſprang ſie von meiner Bruſt hinweg und floh in das hohe Gras, welches den Boden bedeckte.“ Adolar begeg⸗ nete ihren leuchtenden, faſt zärtlich auf ihn ge⸗ richteten Augen, wunderbar wirkte der Ton der lebendigen Rede der ſonſt ſo wortkargen Jung⸗ frau auf ihn. Entzuͤckende Schauer ob ſeinem ſuͤßen ſchrecklichen Geheimniſſe fuhren durch ſei⸗ nen ermatteten Körper. Unverkennbar blitzte ein inniges Gefuͤhl fuͤr ihn aus der Geliebten Blik⸗ ken. Des Lebens Hoſſnungsthor offnete ſich ihm weit und brechenden Herzens drang ſeine Sehn⸗ ſucht aus dem ſchaurigen Grabe, das er ſich ſelbſt geoffnet, hervor.——„Eine Schlange! ja eine giftige Schlange,“ rief er erbleichend aus, „der nach Herzblut geluͤſtete, war es, welche Sie


