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17¹ nini, verleihe Deiner Gabe die Kraft des Him⸗ mels oder der Hölle, nur laß ſie nicht trieglich ſeyn! Mit dieſen Worten riß Adolar die goldne Kapſel, welche Joſephens Bild ent⸗ hielt, hervor, ſich hinter die Schlaͤferinn unter den Roſenbaum zuruͤck ziehend.— Vorſichtig legte er das Kleinod auf die leicht verſchleierte Bruſt der Jungfrau, und ſank dann, geaͤngſtigt von dem Ausgange ſeines Unternehmens, ermat⸗ tet in die Kniee. Joſephe ſchlummerte eine Zeit lang ruhig fort. Immer tiefer und tiefer ſank die Sonne herab und uͤberglanzte, unter dem Schatten der Bäume hin leuchtend, die liebliche Schlaͤferinn mit ihren brennenden Strah⸗ len, welche ſich zu gleicher Zeit auf der kuͤnſt⸗ lich geſchliffenen, erhabenen Oberflaͤche des Me⸗ daillonglaſes, das einen blitzenden Schein von ſich warf, ſammelten, und dadurch einem Brenn⸗ ſpiegel gleich wirkend, ihre Gluth dem Golde mittheilten, welches, nur durch das leichte Ge⸗ wand getrennt, auf Joſephens Buſen lag, es ſo ſehr erhitzten, daß ſie von dem brennenden Schmerz erwachte, und mit einem Angſtſchrei in die Höhe fuhr. Erſchrocken ſchlug ſie mit den Haͤnden gegen ihre Bruſt, ſprang auf, und durch die raſche Bewegung flog das glänzende Kleinod weit hin in das hohe uͤppige Gras, welches den


