Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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der unterdruckten leidenſchaftlichen Bewegung des Juͤnglings, hatte wahrſcheinlich den Zufall herbei gefuͤhrt; ſtark angeſchwollen waren ſeine Stirn⸗ adern, und die dunkle Gluth ſeines ſonſt faſt bleichen Geſichts ließen Caͤcilien einen Schlag⸗ fluß fuͤrchten. Sie wagte nicht, ihn zu ver⸗ laſſen; jeder Augenblick konnte entſcheidend ſeyn⸗ Mit bebenden Händen loͤſte ſie ihm die feſt ge⸗ ſchlungene Halsbinde, und in der ängſtlichen Eile, mit der es geſchah, riß ſie die Kette, an welcher Joſephens Bild befeſtigt war, hervor. So hatten ihre Ahnungen ſie nicht betrogen; was ſie ſeit wenigen Tagen gefuͤrchtet, war wirk⸗ lich ſo: Adolar liebte ſeine Schweſter. Sie wollte nicht Theilnehmerinn dieſes Geheim⸗ niſſes werden, ein dichter Schleier ſollte es be⸗ decken. Adolar durfte nicht erfahren, wie nahe er Joſephen ſtand, doch dieſer wollte ſie das Geheimniß nach deſſen Abreiſe entdecken.. Noch mit dieſen Gedanken beſchaͤftigt, holte der Juͤngling wieder einige tiefe Athemzuͤge, und nach einigen geiſtigen Tropfen, welche ihm Ca⸗ cilie eingefloͤßt, erholte er ſich bald ſo weit, daß ihre Beſorgniſſe fuͤr ihn gänzlich verſchwanden. Er fuͤhlte ſich geſtaͤrkt genug, nach ſeiner nahe gelegenen Wohnung zuruͤck zu kehren, und Cä⸗ cilie ſah ihn wehmuͤthig ſcheiden.Fliche