Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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an Dich! Adolar druͤckte bei dieſen Worten Joſephens Bild feſt auf ſein Herz. Im⸗ mer mehr verlor er ſich auf dieſe Weiſe in wache Traͤume, die ihm alle nur die Geliebte vor Au⸗ gen fuͤhrten. In ſeltſamen Empfindungen ver⸗ ſunken, faſt denen jener letzten Nacht in Spo⸗ nini's Zimmer gleich, ſchwebte ſein Geiſt zwi⸗ ſchen Wachen und Schlafz er fuͤhlte den Druck der goldnen Kapſel wie damals auf ſeiner Bruſt, und die Worte, welche der alte Doktor in jener Nacht zu ihm geſagt, und auf die er ſich ſo oft vergebens beſonnen hatte, klangen jetzt, als wuͤr⸗ den ſie erinnernd laut vor ſeinen Ohren ausge⸗ ſprochen.Bewahre es treu, mein Sohn, mein Adolar) laß es Dir nicht rauben, und ſie bleibt Dir ſicher treu! ſieh', das iſt ſie, die Du am heißeſten liebſt! Ja gewiß, mein Sohn, ſo lange ihr Bild in der Kapſel glaͤnzt, muß ſie Demje⸗ nigen in Achtung, Freundſchaft oder Liebe un⸗ terthan bleiben, der das Bild auf ſeinem fuͤr ſie in heißer Liebe entbrannten Herzen traͤgt! Doch muß es zuvor ihre Bruſt beruͤhrt, das Gold muß

brennend ſein Siegel ihrer Lilienhaut eingebrannt

haben! So hatte Sponini zu ihm, auf das Bild deutend, geſprochen. Dieſe Erinnerung wirkte ſo lebendig auf ſeinen Geiſt, daß er plotz⸗ lich wach und munter wurde. Er ſprang vom