Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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Bruſt, verborgen iſt Dir die Perle, deren Glanz mich blendet, noch ringe ich nach ihrem Beſitze, noch kenne ich den Lohn nicht, den mir Caͤci⸗ lie verheißen! Ach, wenn meine Hoffnungen in's Leben traͤten; wenn ich ſie dennoch mein nennen duͤrfte! Treue und Liebe haben ſchon oft das ſtolzeſte Herz geruͤhrt, meine Liebe iſt mit meinem Leben verwachſen, nur mit dieſem wird ſie vergehen! Er verließ jetzt die Klo⸗ ſterfrauen, und ging traͤumend ſeiner Wohnung zu. Es war ſchon ſpaͤt, dennoch trieb ihn das Verlangen, Joſephens Bild in dem Medaillon, welches noch nicht ganz vollendet war, zu been⸗ den, und ſo ſaß er bis nach Mitternacht und malte beim Kerzenglanze an den lieben Zuͤgen⸗ Er hatte ſeinen Vorſatz ausgeführt; das Bild war fertig, und laͤchelte unter dem Kryſtallglaſe wie lebend zu ihm her. Er zog die Ketten her⸗ vor, befeſtigte das Gemälde daran, und ſchob es auf ſeine Bruſt; dann ſank er ſchmerzlich laͤchelnd auf ſein Lager hin.Auf meinem Herzen, in

meinem Herzen, Joſephe, trage ich Dich,

ſprach er vor ſich hin,und doch darf ich Dich nicht mein nennen! Du weiſeſt mich von Dir! kalte Freundſchaft bieteſt Du mir fur gluͤhende

Liebe! Nein, ſo iſt es nicht gemeint; ſo lange

mein Herz ſchlaͤgt, binde ich mich mit Liebesgluth