Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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Er ging zu Eugenien, wie er gewohnt, mit dieſer zu ſpeiſen, doch verrieth er ihr ſeine gemachten Entdeckungen nicht, ſie achtete es nicht, wie ihr Gemahl noch ſtiller und nachdenkender als gewoͤhnlich war.

So ward es Abend, Eugenie war ent⸗ ſchlummert, Laver hatte bis dahin, neben ihr ſitzend, in einem Romane geleſen, er legte das Buch bei der uͤberhand nehmenden Dämmerung zuruck, und lehnte ſich traͤumend an ein Fenſter, das in einen kleinen Seitenhof fuͤhrte, den ein halb verfallener Fluͤgel des Gaſthofes bildete. Der Graf hatte dieſe ruhig gelegenen Zimmer fuͤr ſeine liebe Kranke gewählt. Als er ſo da⸗ ſtand, wurde ihm gegenuͤber, hinter einem nie⸗ deren Fenſter mit kleinen Glasſcheiben, ein Licht angezuͤndet; eine männliche Figur entkleidete ſich dort; taͤuſchten den Grafen ſeine Augen? er glaubte hier wieder den Marquis zu ſehen. Bald erſchien dieſer in einem zerriſſenen Schlafrocke, einer dunkeln Schlafmuͤtze, und ließ ſich auf ei⸗ nem Rohrſtuhle hinter dem kleinen Lichte nieder, emſig ſchienen ſeine Haͤnde eine kuͤnſtliche Arbeit zu verfertigen, doch ſchien es dem alten Manne ſchwer zu fallen, bei dem karg brennenden Lichte deutlich zu ſehen; ſehr bemerklich war die An⸗ ſtrengung, welche es ihm verurſachte, oft mußte