Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Eugenie ließ ſie ausreden, da nn ſchien ſie muͤhſam uͤber etwas nachzuſinnen.

Wird Joſephe die lange Reiſe ertragen köͤnnen? fragte ſie,werde ich das Kind kei⸗ ner Gefahr ausſetzen?

Joſephe bleibt in meinem Schutze, antwortete ihr Cäcilie,mir uͤberlaͤßt Du die Sorge fuͤr Dein Kind.

Doch mit Heftigkeit widerſetzte ſich Euge⸗ nie dieſem Vorſchlage.Nein, darein darf ich nicht willigen, nur meine Mutterangſt kann es vor drohenden Gefahren bewahren, ſprach ſie.

Doch auch wohl der Schutz der heiligen Jungfrau, rief begeiſtert Caͤcilie.Mit in mein Kloſter will ich Joſephen nehmen, dort waltet nur des Himmels Segen; ehe nahe mir ein Leid, denn dem Kinde, nur was die Hei⸗ ligen daruͤber verhäͤngt haben, kann ihm dort nahen. Dieſe Worte ſchienen Eindruck auf Eugenien zu machen.Ich werde viel leiden, indem ich mich von meinem Kinde entferne, doch es ſoll ſo ſeyn, ſagte ſie leiſe.Ach, Cä⸗ cilie, wie viel habe ich Dir zu danken!

Ich wollte, ſprach der Graf zu der Schwe⸗ ſter, als ihm dieſe mit froher Miene ſeiner Gat⸗ tinn Einwilligung, Joſephen unter ihrem Schutze zu laſſen,ſie wäre weniger nachgiebig