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umarmen, jetzt noch nicht Zeuge Deiner Zärt⸗ lichkeit gegen ihn ſeyn. Erſt muß ich das eige⸗ ne Kind an mein Herz druͤcken; auch ſollſt Du mir nicht von ihm erzaͤhlen, mir ſein Bild nicht beſchreiben, erſt ſollen meine Augen das eigene Kind erblickt haben.“
Laver laͤchelte uͤber die zarte Schwaͤrmerei ſeiner Gattinn und warf ſo feurig dankende Blicke auf Caͤcilien, daß ihre reine Seele im from⸗ men Drange die Einſamkeit ſuchte, um im Ge⸗ bete ſich vor dem Herrn der Welt zu demuͤthigen.
So flogen die Tage den Gluͤcklichen ſchnell dahin; die Krankheit der Graͤfinn Mutter ſchien faſt gehoben; doch es war nur das letzte Auf⸗ flammen eines verglimmenden Lichtes, ſie ſtarb in den Armen ihrer Kinder, und die Trauer, der Kummer uͤber dieſen Verluſt, beſchleunigten die Niederkunft Eugeniens; die Geburt des Kindes, ſein Anblick riefen Befuͤrchtungen zuruͤck, welche ein grauſames Vaterherz in ihre Seele geworfen hatte, weckten jenen ſchrecklichen Traum, deſſen Nachklang die ſonſt ſo geſunden Sinne der jungen Mutter zerruͤttete.
Immer mehr entſchwand die Hoffnung fuͤr den Grafen, die ſo innig geliebte Gattinn ge⸗ neſen zu ſehn, die Abſpannung ihrer Seele nahm mehr zu, als ab. Erfahrene Urzte riethen eine
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