Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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genie jetzt gegen Dich hegt. Gehe, es wird mir gelingen, dieſe ſanfte Seele zu verſoͤhnen, ſelbſt wenn Du noch ſchuldiger waͤrſt.

Und es gelang Cäcilien, Eugeniens Herz, das unter ſeinem Bluten den Geliebten am hei⸗ ßeſten liebte, von der Treue desſelben zu uͤber⸗ zeugen. Zwar mußte ſie, gleich einem heilbrin⸗ genden Arzte, durch bittere Arzenei es heilen, denn die Geſtändniſſe, welche ſie in des Bruders Namen der Gattinn zu machen hatte, mußten dieſe ſehr erſchuͤtternz wie viele Pfeile trafen zugleich ihre Bruſt! Heiße Thränen erleichter⸗ ten ihre belaſtete Seele, Cäcilie wehrte ihnen nicht. Doch nach einigen Stunden fuͤhrte ſie Navern in Eugeniens Arme. Nie war eine ſchönere Verſohnung geſchloſſen; Paver athmete ſeit langer Zeit wieder leicht und ganz gluͤcklich an dem Herzen der Geliebten.

Du biſt Vater, ſprach Eugenie, hoch errothend, nach einigen Minuten;auch ich werde Dich bald zum Vater machen.

Eugeniens Sohn wird mir der Theu⸗ erſte ſeyn, erwiederte ihr der Graf mit einem innigen Kuſſe.

Nicht doch, antwortete ihm Eugenie, liebe Deine Kinder mit gleicher Liebe, auch ich liebe Deinen Sohn; aber noch will ich ihn nicht