Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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gleichgiltig an ihr voruͤber, ſie beſchaͤftigte ſich faſt gar nicht mit der Gegenwart, nur von der Vergangenheit ſprach ſie mit dem Gatten und der Schweſter. Ihr Kind, welches in der Taufe den Namen Joſephe bekam, welches ſie ſonſt am Tage nicht aus den Augen ließ, erregte ihre Aufmerkſamkeit nicht mehr ſo ſehr, nur Nachts mußte ſeine Wiege an ihrem Lager ſtehen; denn der Gedanke, daß ihrer Tochter nur in dieſen Stunden Gefahr drohe, hatte ſich in ihrer Seele feſtgeſetzt. Aufrecht ſaß ſie, bis mehrere Stun⸗ den nach Mitternacht verfloſſen waren, ſich des Schlafes gewaltſam erwehrend und ängſtlich bei dem kleinſten Geräuſche in ihrer Nähe aufhor⸗ chend; doch ſchienen die fuͤrchterlichen Bilder felbn von ihr gewichen.

Wenn ich nur wach bleibe, bis die Stunde voruͤber iſt, in welcher der Fluch uͤber mein Kind Gewalt hat, dann wird Alles gut gehen, hatte ſie einſt geheimnißvoll zu Cäcilien ge⸗ ſagt,denn das ſind die furchtbaren Stunden, wo ich meinen Vater ohne Lebewohl verließ.

Graf Paver verging faſt in Schmerz uͤber ſein dunkles Geſchick, welches ihm das hoͤchſte Gluͤck, deſſen er voll Leidenſchaft, im lbermuthe der Jugend, noch nicht froh geworden war, ent⸗