Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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Andern und ſo blieb es viele ſchreckliche Naͤchte hindurch. Das Leben der Mutter wie des Kin⸗ des gerieth in Gefahr, es war unmöglich, das zarte Kind ſolchen Schrecken, ſolcher Unruhe aus⸗ zuſetzen. Auf des Arztes Rath wurde dasſelbe ſpaͤt Abends von den Waͤrterinnen mit einer ihm nachgebildeten Puppe vertauſcht, und von der Mutter, ohne daß dieſe den Betrug ahnete, mit derſelben Angſt beſchuͤtzt.

Fuͤr das Kind war dieſer nothwendige Be⸗ trug ſehr heilſam; aber er uͤberzeugte die Um⸗ ſtehenden zugleich, daß Eugenie in den Stun⸗ den, wo dieſe quälenden Phantaſieen ſich ein ſtellten, einer gaͤnzlichen Geiſtesabweſenheit un⸗ terlag.

Was ärztliche Hilfe in dieſer traurigen Lage nur vermochte, wurde bei der geiſteskranken Eu⸗ genie angewandt, und nach und nach ſchienen ſich ihre wilden Raſereien in dieſen nächtlichen Schauerſtunden zu legen; doch ſtellte ſich der Eindruck dieſer quälenden Phantaſieen am Tage immer feſter vor die Seele der Kranken, um ſich ſo jede Nacht ihren Traumbildern einzuverleiben.

Endlich aber erlag die ermattete Seele die⸗ ſen Peinigungen, die Geiſteskraͤfte der Armen wurden immer ſchwaͤcher; ſie genas zwar kör⸗ perlich, aber die Eindruͤcke der Außenwelt gingen