Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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weckten mich die feſten Schritte der entſetzlichen Geſtalt, ich wachte hell und klar, als ich ſie von der Wiege meines Kindes zuruͤckdraͤngte. Nein, nein, das war kein Traum; ich beruͤhrte das kalte Haupt, von welchem die Blutstropfen auf mich niederfielen; der alte Mann, ja gewiß, ob ſeine Locken auch ſeltſam ergraut ſchienen, es war mein Vater; mit den eigenen Haͤnden hielt er mir ſein Haupt dar. Wie habe ich's uͤbekleben kon⸗ nen? Doch Eure fromme Mutter ſah ich dann mit einem Male ſtill und freundlich neben der Wiege ſtehenz mit einem langen wei⸗ ßen Schleier, es war wohl ihr Leichentuch, be⸗ deckte ſie ſchuͤtzend mich und mein Kind. Fort war das ſchreckliche Bild, und recht muͤde von der ausgeſtandenen Angſt ſank ich nieder.

Der Graf rang ſtill die Hände; er fuͤrch⸗ tete, daß Eugeniens Verſtand gelitten habe, doch der Arzt beruhigte ihn.In dem reizba⸗ ren Zuſtande, worin ſich die Frau Graͤfinn jetzt befindet, ſprach er, ſind ſo lebhafte Traͤume nichts Außerordentliches; widerſprechen Sie ihr nicht, die aufgeregte Phantaſie beruhigt ſich ſo am leichteſten.

Caͤcilie verließ die Schweſter den ganzen Tag uͤber nicht, und war bemuͤht, durch Ge⸗ ſpraͤche, welche den beängſtigenden Traͤumen ganz