Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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Blicken zu ihm auf, und der frohe Vater knieete berauſcht von dem ſchnellen Wechſel ſeiner Ge⸗ fuͤhle, neben der Schweſter hin, einen Kuß auf die Stirn der Neugebornen zu hauchen. Dann trat er leiſe an das Bett der Schmerzensmut⸗ ter, die ihm matt entgegen lächelte. Mit faſt angſtlicher Scheu ſprach Eugenie:Zuͤrnſt Du nicht, Taver, daß ich Dir keinen Sohn geboren? Eugenie, erwiederte der Graf, ge⸗ liebtes Weib, es iſt Dein Leben, es iſt unſer Blut; welch ein heiliger Beruf fuͤr mich, die Tochter wie den Sohn zu lieben! Eugenie zuckte bei dieſen Worten ſchmerz⸗ lich zuſammen, der Arzt, welcher gegenwaͤrtig war und welcher die Schwäche der Gräfinn kannte, erſuchte den Grafen, ſeine Gemahlinn jetzt der Ruhe zu uͤberlaſſen; ſo zog ſich Alles aus Eu⸗ geniens Zimmer zuruͤck, um den Schlaf nach dieſen ängſtlich durchwachten Stunden zu ſuchen. Das Wetter war voruͤber gezogen, nur aus der Ferne murmelte der Donner, einzelne Sterne glaͤnzten ſchon durch die zerriſſenen Regenwolken am Himmel. Faver konnte die bewegte Bruſt nicht dem Schlafe hingeben, es trieb ihn noch einmal zum Sarge ſeiner Mutter, als muͤſſe er ſein Gluͤck dorthin tragen. Sie war ihm im⸗ mer eine ſo liebende Mutter geweſen, wie gern