Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

ben, huͤpfende Blitzffunken fuhren ziſchend uͤber den Boden des Saales hin und ein furchtbarer Donnerſchlag, ein Krachen, als ob das alte Schloß aus ſeinen Grundpfeilern geriſſen werden ſollte, machte deſſen Bewohner erzittern. Die beten⸗ den Pater fuhren entſetzt in die Höhe, die Die⸗ ner liefen der Eingangsthuͤre zu, nur Sarack⸗ ſor verließ ſeinen eingenommenen Platz nicht. Doch nur ein kalter Wetterſchlag hatte das Dach des Schloſſes auf einer Seite getroſſen, die Ge⸗ fahr war gluͤcklich voruͤber gegangen.

Aus den Zimmern der Gräfinn Eugenie verbreitete ſich gleich darauf eine frohe Bewe⸗ gung und belebte alle Bewohner des Schloſſes. Die Gräſinn Eugenie Caboga, ſchon ſeit zwei Tagen in Kindesnoͤthen liegend, hatte ſo eben eine Tochter geboren.

Caͤcilie, von doppeltem Kummer belaſtet, ſaß kurz zuvor verzagend im Nebenzimmer, Ea⸗ ver ging, von Angſt umhergetrieben, mit gro⸗ ßen leiſen Schritten auf und ab. Der furcht⸗ bare Wetterſchlag trieb auch ihn hinaus, die hoͤchſte Gefahr fuͤr das Schloß fuͤrchtend. Als er zuruͤckkehrte, legte die Wehmutter ein Kind, ſchoͤn wie ein Wachspuͤppchen, zierlich in blen⸗ dend weiße Schleier gewickelt, in Cäciliens Schooß. Dieſe hob das Kind mit entzuͤckten