Teil eines Werkes 
1. Band (1826)
Entstehung
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in ihrem Schmerze nicht zu verlaſſen; wer hatte dazu groͤßeren Beruf, als er?

Waͤhrend ſo die körperlichen Leiden der Graͤ⸗ finn Mutter mit jedem Tage zunahmen, wal⸗ tete dennoch ein Geiſt der Liebe in dem alten Schloſſe, und beleuchtete die truͤben Stunden der Gegenwart oft mit ſeinem hellſten Glanze⸗ Enger zogen Leid und bange Befuͤrchtungen die verwandten Herzen an einander, nur der alte Sarackſor konnte den vorigen Frieden ſeiner Tage nicht wieder finden; es war, als ob mit dem Fluchbriefe des Miniſters, welchen er treu verwahrt auf ſeiner Bruſt trug, und den er zu eigener Qual, nur allzu oft wieder durch las, das Gewicht dieſes Fluches druͤckender auf ſeiner Seele laſtete. Truͤbe, aͤngſtigende Gedanken ver⸗ wirrten ſeine ſonſt ſo klaren Anſichten, und mach⸗ ten ihn mit ſich und ſeiner Umgebung unzu⸗ frieden.

Sehr ſelten ritt der Graf jetzt auf einige Tage aus, um ſeinen Sohn und ſeine Freunde zu ſehen, nur auf wenige Stunden fuhr er mit den Frauen in der Gegend umher, da deren Ge⸗ ſundheit bei der ſteten Pflege der Kranken ei⸗