machte, die kleine Gräſinn Eugenie in die Zahl ihrer Hofdamen aufzunehmen; und Herr von Bourdonnaye, entzuͤckt, ſeine Tochter ſchon ſo fruͤh einen glaͤnzenden Rang einnehmen zu ſehen, ſann ſeit dieſem Tage nur darauf, durch eine eben ſo ausgezeichnete Heirath dieſen fuͤr immer zu begruͤnden.
Unter dem Schwarme von Anbetern, welche Eugenie umgaukelten, fanden ſich bald genug Bewerber um ſie; doch fuͤr des Miniſters Plane waren ſie zu unbedeutend und mußten ſich ent⸗ ſchließen, ihre Hoffnungen aufzugeben.
Eugenie, in ſo zartem Alter, auf einen Platz geſtellt, wo ſie den Augen der Welt bloß gegeben, faſt auf ſich allein angewieſen war; wo Niemand, als die Geſetze der Etikette, ihr den Weg vorzeichneten, den ſie zu nehmen hatte, fand dennoch bald in ihrem Innern einen ſcho⸗ nen Takt fuͤr ihr Benehmen auf dem ſchim— mernden Glatteiſe, welches ſie anfangs mit ſchuͤchternem, unſicherem Fuße betreten hatte; und eben dadurch zeichnete ſie ſich vor vielen ſchoͤnen Frauen am Hofe Marie Antoinet⸗ tens ſo bedeutend aus. Zwar betaͤubte der Weihrauch, der ihrer Schoͤnheit in ſo reichem Maße gezollt wurde; zwar umwirrten die un— zaͤhligen, ihr taͤglich dargebrachten Huldigungen


