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Freund! O warum fuͤhrte Dich das Schickſal nicht fruͤher mir entgegen, ehe ich mich der Ge⸗ walt uͤber mich opferte!“
„Du liebſt mich, meine Freundinn?“ rief der Graf zaͤrtlich und bedeckte Eugeniens Häͤnde mit gluͤhenden Kuͤſſen.„Du liebſt mich und denkſt daran, einem Andern anzugehoͤren? Jetzt, da Dein Mund das erſehnte Wort aus⸗ geſprochen, haſt Du Dich mir uͤbergeben. Glaubſt Du, ich liebte Dich ſo wenig, daß ich Dich nicht einer hoͤhern Macht, als der menſchlichen, abkaͤmpfen wuͤrde? Glaubſt Du, ich wuͤrde willenlos Dich in die Arme eines Mannes wer⸗ fen ſehen, indeß Dein Herz mich erwaͤhlt? Du liebſt mich, mein iſt Deine Seele; und ich ſollte dieſes himmliſche Geſchenk nicht mit meiner Se⸗ ligkeit vertheidigen? Mir liegt nach dieſer ent⸗ zuͤckenden Stunde die Pflicht ob, die Geliebte zu ſchutzen, ſie mir zu erkaͤmpfen durch Tod und Leben!“
Eugenie, durch die immer heftiger aus⸗ brechende Leidenſchaft des Grafen zu Tode ge⸗ aͤngſtigt, denn ſeine Stimme ſchallte weit durch den, zum Gluͤck jetzt einſamen Theil des Gar⸗ tens hin, verſuchte umſonſt, ihn zu beruhigen.
„Es iſt umſonſt, es iſt vergeblich! Alles, was Du, mein Freund, erſinnen wirſt, mich


