29
„Eugenie,“ rief der Graf,„welche Räth⸗ ſel haben Sie fuͤr denjenigen, welcher ſich mit ſo unbedingtem Vertrauen Ihnen hingibt? HO, noch einmal, theuerſte Eugenie, enden Sie meine Qual! Darf ich Gegenliebe hoffen, wol⸗ len Sie die Meine ſeyn?“—
Eugenie verhuͤllte ihr Geſicht, ſie weinte. „Taver,“ ſprach ſie leiſe,„ich habe Richts mehr zu verſchenken, ich bin verlobt; ehren Sie in mir die Braut des Marquis de Villan⸗ gois
Mit einem Angſtrufe ſtuͤrzte der Magnat zu ihren Fuͤßen nieder; er verbarg ſein Haupt in die Falten ihres Kleides, ein nie empfundener Schmerz ſchnitt durch ſein Herz.„Schon ver⸗ lobt, ſchon ſeine Braut?“ ſprach er dann, ohne hen.
„Verlobt, ſeine Braut, getrennt von allem Gluͤcke des Lebens fuͤr immer!“ ſchluchzte Eu⸗ genie uͤber ihn.
Eine lange, ſchweigende Pauſe zog voruͤberz Keins wagte, das Andere in ſeinem Schmerze zu ſtdren. Endlich brach der Graf das Schweigen.
„Liebſt Du mich, Eugenie?“ fragte er innig und wagte ihren auf ihn gerichteten S ken zu begegnen.
„Ewig, ewig werde ich D Dich lieben, mein


