Teil eines Werkes 
1. Band (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23

Morgen ſchon wollen Sie uns verlaſſen, Herr Marquis! rief Eugenie lebhaft.

Ja, meine niedliche Graͤfinn, morgen ſchon, um deſto fruͤher wieder nach Paris zuruͤck zu kehren.

Eugenie blickte den Magnaten bedeutend an, Entzuͤcken durchſtroͤmte dieſen, und als die Stunde der Trennung erſchien, als er die nied⸗ liche Hand der kleinen Gräſinn Bourdonnaye zum Abſchiede kuͤßte, fluͤſterte er leiſe:Mor⸗ gen!

So ſehr Eaver Caboga auch am folgen⸗ den Abende eilte, nach Klein-Trianon zu kom⸗ men, ſo war es doch, als ob ein verwuͤnſchtes Geſchick ſich ſeinen Wuͤnſchen entgegen lehnte; unzählige kleine Zufaͤlligkeiten traten ihm in den Weg, er mußte den Hofzirkel längſt verſammelt wiſſen, ſeine Ungeduld hatte den hoͤchſten Gipfel erreicht, als er ſich endlich in ſeinen Wagen warf, und die ſechs feurigen Mohrenkopfe ſeines Poſtzuges eilten ſeiner Sehnſucht viel zu lang⸗ ſam. Endlich war er da, und ſogleich die Per⸗ ſon der Koͤniginn aufſuchend, in deren Naͤhe Eugenie faſt immer zu finden war, trat er auf die Terraſſe. Fräulein Bourdonnaye war nicht anweſend und Marie Antoinette zog den Grafen, den ſie als Unterthan ihres kai⸗