Teil eines Werkes 
1. Band (1826)
Entstehung
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kennen zu lernen.

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eilte hinab in den einſamen Garten, und den noch zog es ihn bald wieder in die Raͤhe der Geliebten.

Er uͤberwand ſeine eiferſuͤchtige Bewegung, er ging an Eugeniens Seite, aber nur die dunkle Glut ſeiner Augen verrieth der Geliebten die Gefehle ſeiner Bruſt, er ſchwieg, er wagte es nicht mit ihr zu reden, fuͤrchtend, daß ſein Mund wider ſeinen Willen den Unmuth und die Leidenſchaft ſeiner Seele verrathen möchte. Eu⸗ genie errieth den Kampf ſeiner Bruſt; beguͤtigend wendete ſie die Blicke zu ihm hin, halb nur dem Geſpeaͤche des Marquis lauſchend. Dieſer ſchien indeß in wohlgefälliger Geſchwätzigkeit, die Ver⸗ nachlaſſigung ſeiner Begleiterinn nicht zu bemer ken;z er redete eben von einem ſeiner auswaͤrts ge⸗ legenen Guͤter und machte Eugenien auf die bedeutenden Einkuͤnſte desſelben aufmerkſam. Ich werde, ſchone Graͤfinn, morgen dahin abreiſen, fuhr er fort, nothwendige neue Einrichtungen, er laͤchelte dabei bedeutend, erfordern meine An⸗ weſenheit daſelbſt, ich werde nur einige Tage dort verweilen; es konnte aber ſeyn, daß mein Beſuch auf dieſem, ſo herrlich liegenden Gute noch am Ende dieſes Sommers wiederholt wurde, denn es lohnt ſich der Muͤhe, dieſe Beſitzung