Teil eines Werkes 
1. Band (1826)
Entstehung
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fälle, ſeine Talente glaͤnzen zu laſſen, aber nur ſo weit es der leichte, feinſte, pariſer Weltton geſtattete; die Prinzen des koͤniglichen Hauſes, ausgezeichnete Kuͤnſtler, angeſehene Fremde und der hoͤchſte Adel hatten dort Zutritt. Hier lebte Caboga ſeine gluͤcklichſten Stunden;z hier war es ihm vergoͤnnt, zu Eugenien, wenn auch nicht ohne Zeugen, doch oft im Einzelgeſpraͤch zu reden, und alle die kleinen Andeutungen, un⸗ zäͤhligen Beziehungen, wodurch ſich zwei fuͤr ein⸗ ander geſtimmte Herzen verſtehen, verriethen den Liebenden die Gefuͤhle, welche ſie fuͤr einander hegten; nur wenn Herr von Bourdonnaye und gewohnlich mit ihm der alte Herr, es war der Marquis von Villangois, ein unermeß⸗ lich reicher Mann, erſchienen, that Eugenie ernſt und ſtolz gegen ihn; wie fruͤher, hatte ſie alsdann keinen Blick fuͤr den Freund.

Ein boͤſer Argwohn ſtieg in ſeiner Seele em⸗ por, und Verzweiflung erfullte ſein Herz, als er im Geſpraͤche mit einem Hofherrn einige ſcherz⸗ hafte Außerungen uͤber die ausgezeichneten Auf⸗ merkſamkeiten des Marquis von Villa ngois, gegen die kleine Graͤſinn Bourdonnaye hoͤrte. Caboga ſpann das Geſpräch weiter aus, und erfuhr mit Erſchrecken, daß man bei Hofe be⸗ reits fuͤr ganz beſtimmt annaͤhme, daß zwiſchen