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an Eugeniens Seite war, ſchien es, als ob der bunte Kreis, welcher ſie bis dahin umflat⸗ terte, allmaͤlig lichter werde, ſich etwas verliere. Kaver blieb indeß an ihrer Seite; aber ſie ſchien ausſchließlich mit ihrem Vater und ihrem auf⸗ merkſamen Geſellſchafter beſchaͤftigt, und hatte jetzt keinen Blick fuͤr ihn.
Immer tiefer verwundet wurde aver, ſo oft ihn ſein Stern in die Naͤhe Eugeniens fuͤhrte; voll Hoffnung ihre Liebe zu erringen, deren Strahlen unverkennbar aus ihren ſuͤßen Augen zu ihm ſprachen, lebte er jetzt nur in den Gedanken an ſie, und war feſt entſchloſſen, auch ihren Beſitz zu erſtreben. Die Zerſtreuungen von Paris hatten keinen Reiz fuͤr ihn, er war faſt nur in Verſailles; einſam ſchlich er hier hinter den Taxushecken umher und verbarg ſich hinter den Marmorſtatuen des weitlaͤuftigen Gartens, um die Geliebte nur von fern, im Gefolge der Königinn, auf ihren Morgenſpaziergaͤngen zu ſehen.
Dem forſchenden Auge der Liebe entging ſeine gluͤhende Huldigung nicht, Eugenie be⸗ merkte ihn, und durch unzählige kleine Zeichen gab ſie zu erkennen, daß ſie ihn bemerke; bald ließ ſie ihr Schnupftuch fallen und blieb gefliſ⸗ ſentlich einige Schritte zuruͤck, um es aufzuhe⸗


